40000 Quadratmeter sind zu klein. In Eiselfing wird mehr Platz für den Kompost gebraucht. Der Gemeinderat ebnete jetzt den Weg dazu.Eiselfing - Sowohl die Kompostieranlage des Landkreises als auch die benachbarte Firma platzen aus allen Nähten. Dem Gemeinderat lagen in seiner jüngsten Sitzung jetzt Anträge von beiden zur Erweiterung vor. Wobei die Inhaber der Firma, die Pächter der Landkreiskompostieranlage sind, beides betreiben.
Bei der Kompostieranlage des Landkreises wird schlicht mehr Lagerfläche gebraucht. An der Menge von 30000 Tonnen pro Jahr soll sich nichts ändern. Es wird aber eine direkte Verbindung zum benachbarten Betrieb geschaffen.
«Da wollen wir kein normales Gewerbegebiet», so Bürgermeister Rupert Oberhuber. Deswegen habe sich die Verwaltung in Absprache mit dem Antragsteller und dem Landratsamt auf die Ausweisung eines Sondergebietes auf den Flächen in der Gemarkung Aham geeinigt.
Der bisherige Platz reiche hinten und vorne nicht mehr, so der Bürgermeister, zu viel Material falle an. «Aber dort wird es wenigstens sinnvoll verwertet - früher hat man ja nicht gewusst, wohin mit dem Zeug.»
Das Sondergebiet soll ausgewiesen werden für die Produktion für Substratabfüllung mit Mischwerk, Trockenfermentation zur Verarbeitung von Grüngut, Landschaftspflegematerial und Bioabfall, eine Biogasanlage mit Nachkompostierung, eine Dach-Fotovoltaikanlage, Lagerflächen und die Verbindungsstraße zur bestehenden Kompostieranlage des Landkreises. Dazu ist zunächst eien Änderung des gemeinsamen Flächennutzungsplanes der Stadt Wasserburg sowie der Gemeinden Edling, Soyen und Eiselfing notwendig. Dieser stimmte der Rat bei einer Enthaltung zu.
Auflagen, wie zum Beispiel eine Eingrünung gen Staatsstraße 2092, werden laut Oberhuber dann im Bebauungsplanverfahren geregelt. Dass der Bebauungsplan aufgestellt werden soll, das beschloss der Gemeinderat ebenfalls bei einer Enthaltung ohne Gegenstimme.
Die Genehmigung der ARGE zur Änderung des Flächennutzungsplanes gibt es schon: Oberhuber nutzte die ARGE-Sitzung am Vormittag des Sitzungstages aus, stellte dort das Projekt kurz vor und ließ es abnicken. «Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats natürlich», schmunzelte Oberhuber, «aber so müssen wir nicht ein paar Wochen warten.» syl